Wie macht man Milchschnaps? Wie fängt
man eine wilde Jungstute ein?
Hautnah erleben Reinhold Messner und sein 14-jähriger Sohn Simon den Alltag
der Tuwa-Nomaden in der westlichen Mongolei.
Ihre Jurte steht im Hohen Altai, nahe der Grenze zu
China. Ein Gebiet weiter, wilder, einsamer Landschaften, in der heute noch
rund 4.000 Mitglieder des Tuwa-Stammes sommers wie winters ein traditionelles
Nomadenleben führen.
Die Messners erfahren, wie die Tuwa-Nomaden der Natur ihr Auskommen abtrotzen.
Unter 33 Schneegipfeln schlagen sie ihre Filzzelte auf, ziehen mit ihren Pferden,
Yaks, Schafen, Ziegen und Kamelen durch die mongolische Steppe.
Sie ernähren sich von Fleisch und Milch und stellen ihre eigenen Erzeugnisse aus Wolle, Filz, Leder und Fell her. Die Tuwa sprechen eine eigene Sprache und bewahrten sich ihre animistisch-schamanistische Religion, die ihr ganzes Denken bestimmt.
Nahe gebracht wird den beiden Südtirolern diese
fremdartige Kultur von Galsan Tschinag.
Tschinag ist Stammesführer der Tuwa, er wuchs in der Welt der Nomaden
auf, bevor er in Deutschland studierte.
Heute ist er ein erfolgreicher Dichter und Schriftsteller, der in zahlreichen Büchern auf deutsch von den Mythen und dem beschwerlichen Alltag seines Volkes erzählt und die westliche Welt mit der Nomaden-Kultur bekannt macht.
Die
Messners hegen tiefe Sympathie für die Nomaden, aber sie erfahren auch von
den Kehrseiten dieser Lebensform, die häufig Armut bedeutet. Und sie
wissen, dass es nicht gut steht um das Überleben der nomadischen Traditionen.
Format: Digi-Beta, 16:9 Länge: 52 Minuten und 43:30
Minuten
Buch und Regie: Elke Werry
Kamera: Jörg Jeshel, BVK, Ton und Schnitt: Manfred Linke
Redaktion: Ulrike Becker, SWR
Musik: Popisan, Galtai Galsan, Stefan Eichinger, Steffen Neuert
© 2006



