Folge 1: Wilder Fluss in Tibet und Südwestchina

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...beginnt mit eindrucksvollen Bildern tibetischer Yak-Nomaden, die im Quellgebiet des Mekong leben.

Vom tibetischen Hochland bahnt sich der Mekong seinen Weg durch wilde Schluchten im Norden der chinesischen Provinz Yunnan. Zwischen bis zu 7000 Meter hohen Bergen hindurch schneidet sich der Fluss durch eine grandiose Landschaft. Die Region ist äußerst dünn besiedelt und schwer zugänglich. Frei hängend überqueren die Menschen dort den Fluss über Drahtseil-Brücken.

Der Film erzählt von dem Händler Ma im Norden Yunnans, der mit Pferdekarawanen entlang des Flusses zieht, oder von Frau Yang, einer alte Bäuerin, deren Reisfelder vom Mekong weggeschwemmt wurden. Minderheitenvölker leben hier ein beschwerliches und archaisches Leben. Der Film stellt Dali, das kulturelle und mittlerweile touristische Zentrum am Erhai-See vor, von dem aus die Völker entlang des Mekong bis nach Südostasien wanderten. Auf dem Erhai-See wird ein Kormoranfischer bei der Arbeit beobachtet.

Über den Man Wan-Damm, dem bislang einzigen Wasserkraftwerk am gesamten Mekongverlauf, erreicht der Film Simao-Hafen. Ab hier erst ist der Mekong schiffbar. Mit Kapitän Huang Xieng geht es in die tropische Region Xishuanbanna, und weiter bis an die Grenze zu Laos.

Im südlichen Yunnan hat China große Pläne mit dem Mekong: Staudämme werden gebaut, der Fluss für die Schiff-Fahrt begradigt. Bis ins Goldene Dreieck, wo Burma, Laos und Thailand aneinander grenzen, soll der Fluss gebändigt werden und China an Südostasien anschließen. Schon spricht man vom "Goldenen Viereck".

Folge 2: Mutter aller Wasser in Laos

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...nimmt den Zuschauer mit auf eine Bootsfahrt durch den abgelegenen Norden von Laos - eine Region, die nach wie vor für Ausländer kaum zugänglich ist. Stromschnellen machen die Schiff-Fahrt gefährlich, wie Kapitän Xiang berichtet.

Porträtiert wird das kleine Dort Tinh Hong in Nordlaos, dessen Einwohner noch archaische Brandrodung betreiben und ihren Lebensunterhalt durch Goldwaschen aufbessern.

Ein buddhistischer Mönch erzählt über seinen Alltag in Luang Prabang, der alten Königsstadt am Mekong - noch heute Zentrum des Theravada-Buddhismus in Laos.

Über eine weite Strecke trennt der Mekong zwei Länder, die nterschiedlicher nicht sein können: Auf der einen Seite liegt das boomende, moderne Thailand, auf der anderen Seite das lange abgeschlossene, stille Laos. Die beiden Länder werden kontrastiert. Die erste Brücke über den Mekong zwischen Laos und Thailand ist das Symbol für das Ende der laotischen Isolation und für den Beginn einer neuen Zeit in der Mekongregion.

Der Fluss soll erschlossen werden, vor allem seine Wasserkraft möchte man nutzen. Ein Reisbauer aus Thailand erzählt, wie ihm der Pak Mun Staudamm seine Felder raubte.

In Südlaos, wo der Mekong wieder ein rein laotischer Fluss ist, liegen die gewaltigen Khone-Fälle. Unterhalb der Fälle gibt es sogar noch Süßwasserdelphine. Im Dorf Hang Khone beobachten die Autoren den Alltag der Fischer und das buddhistische Neujahrsfest "Phi Mai".

 

Folge 3: Großes Wasser in Kambodscha

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...beginnt mitten in der Regenzeit, wenn der Mekong die Reisfelder überflutet und in den Städten die Straßen überschwemmt. Die "Bäume werden zu Blumenkohl", wie man in Kambodscha sagt.

Der Mekong durchquert als Lebensader ein Land, das bis heute von Krieg geplagt ist und in dem Millionen von Minen Wiederaufbau und Entwicklung erschweren.

Ein Stadtplaner in Phnom Penh erinnert sich an das Terrorregime der Roten Khmer und schildert die heutigen Probleme in der Hauptstadt: Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, Wassermangel.

Eine Bootsfahrt führt zum Thonle Sap, dem wohl fischreichsten See der Welt, der in der Regenzeit auf das Fünffache seiner Größe anschwillt. Der Film verweilt lange in dem abgelegenen Dorf Trapiang Rumdeng am Rande des Sees. Am Beispiel zweier Familien wird das ländliche Kambodscha vorgestellt. Bauer He und sein Freund Bour Ry leben von Reisanbau und Fischerei. Mehr schlecht als recht kommen ihre Familie über die Runden und als Versicherung für schlechte Zeiten baut das Dorf eine Reisbank.

Zweimal im Jahr ändert der Thonle Fluss seine Strömung - ein einzigartiges Natur-phänomen. In Phnom Penh wird ein Strömungswechselfest gefeiert, mit großen Bootsrennen, Feuerwerk und feierlichen Zeremonien.

Auf einem Schmugglerboot geht es weiter Richtung Vietnam.

 

Folge 4: Neun Drachen in Vietnam

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Der Unterlauf des Mekong fächert sich zu einem riesigen Delta mit 5000 Kilometern Wasserwegen auf. In Südvietnam nennt man den Mekong nach der Zahl seiner Mündungen "Song Cuu Long", "neun Drachen". Eigentlich sind es nur acht, aber neun ist in Vietnam eine Glückszahl und so wird ein künstlicher Kanal mitgezählt.

Das Mekong-Delta war einer der Hauptschauplätze des Vietnamkrieges. Auf einer Insel bei Ben Tre, wo seit dem Krieg fast nur noch Frauen leben, erinnert sich eine Witwe.

Der Film schildert die Aufbruchsstimmung, die derzeit im Mekong-Delta herrscht. Der alte Reisbauer Mien erzählt, wie die Reformen in Vietnam sein Leben verändert haben. Heute ist er stolzer Besitzer einer eigenen Reismühle und produziert für den Export. Bauern wie Mien machten Vietnam in kürzester Zeit zum drittgrößten Reisexporteur der Welt. Riesige Hebenetze und schwimmende Zuchtfarmen zeugen vom Fischreichtum des Deltas. Ein Züchter gewährt Einblick in sein Wohnzimmer, unter dessen Holzplanken sich Tausende von wertvollen Speisefischen tummeln, die er in die ganze Welt verkauft.

Die Autoren begleiten ein Theaterboot, das die entlegensten Dörfer mit Kultur und Unterhaltung versorgt und beobachten die Schauspieler bei ihrem Alltag. Eine junge Frau transportiert Passagiere in den äußersten Süden des Deltas, dort, wo die großen Mangrovenwälder sind. Vor 12 Jahren ist sie wie viele andere aus Vietnam geflüchtet. Jetzt ist sie zurückgekehrt und hofft, in dem sich verändernden Land ihr Glück zu machen.

 


Die Filme sind als VHS-Kopie erhältlich, info per e-mail